haus2 Wir heißen ja auch Verein „Das Dorf“ also bauen und beleben wir auch eines.
Eveline Grander hat sich vor Gründung des Vereins sehr gut überlegt wie sie dieses Ziel eines
Dorfbaues verwirklichen kann, und sich mit vielen archäologischen Ausgrabungen und historischen Berichten auseinander gesetzt. Eveline hat ihr ganzes Geld in den Auf und Weiterbau dieses Dorfes gesteckt, und selbst ihren Privatbesitz dem Verein zur Verfügung gestellt. Ja um ein solches Projekt umzusetzen braucht es viel Geld und viele Hände. Dank Evelines großzügigen Sponsorings konnte der Verein erst überhaupt
Keltenhäuser bauen.
 
 
 
 
 
Das erste fertig gestellte Haus ist ein iro-schottisches Rundhaus. Es ist schon das zweite Rundhaus das
gebaut wurde, das Erste ist leider wegen eines zu großen Feuers abgebrannt und war für uns ein Riesenrückschlag.
Solche Rundhäuser wurden auf den Englischen Inseln und Irland gebaut. Vor allem an Seen und an Wasser wurden
solche Häuser gebaut, vereinzelt auch im Gebirge am Festland. Die Kegelform verleiht dem Haus sehr gute Stabilität.
Vor allem gegen Wind und Wetter ist dieses Haus, wahrscheinlich am besten gerüstet.
 

haus4Und so hat alles begonnen ...
Das war der 1. Spatenstich zum 1. Haus im Keltendorf im Jahr 2002

 

 

 

 

 

 

Je nach Ort wurden Rundhäuser mit Schilf oder Stroh gedeckt. Die Bauzeit für unser Rundhaus belief sich auf ca.
3 Sommer mit im Schnitt durchgehend 5 Leuten. Das Holz bekamen wir, dank der sehr guten Nachbarschaftspflege von
Eveline zu vernünftigen Preisen von den Bauern ringsum und das Schilf für das Dach vom Neusiedlersee. Für den Bau
benutzen wir auch Motorsägen und normale Nägel, Hämmer und Sägen. Bei einem authentischen Aufbau würden sich die Kosten
in astronomische Höhen vervielfachen. Rat und Kostenberechnung hierzu hat sich Eveline von Dr. Raimund Karl, Keltologie
Wien eingeholt.

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Der Aufbau eines solchen Rundhauses beginnt, wie bei fast jedem Haus mit dem Grund.
Da das Gelände eine Hanglage hat mussten wir also zuerst ein Plateau graben. Nach Evelines
Recherchen einer archäologischen Ausgrabung, setzen wir die Grundsteher im Kreis, und diese
wurden dann oben wie ein Ring miteinander verbunden. Ihre Nachforschungen zeigten auch dass
früher alle Hölzer die in den Boden eingegraben wurden, ca. einen Zentimeter verkohlt wurden,
um Fäulnis zu verhindern.

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Weiter ging’s mit der kegeligen Dachform. Welcher Baum zuerst aufgelegt werden muss und wo genau
 ist für die Stabilität des ganzen Daches ausschlaggebend. Evelines verstand von Statik und
 Energieaufteilung gepaart mit einem sensationellen Augenmaß, haben uns vor Dachfehlkonstruktionen
 wieder mal gerettet. Der nächste Schritt war die Querverlattung des Daches. Von ganz unten bis ganz
 rauf in einem gleichmäßigen Abstand musste verlattet werden damit später das Schilf auch in regelmäßigen
 Abständen angebunden werden kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

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 Am Anfang des oberen Drittel vom Kegel haben über einen Sechsstern die „Dachbäume“ miteinander verbunden,
 was dem ganzen Dachgerüst eine immense Stabilität verleiht. Die meisten Hände hat es wohl beim Dachdecken
 gebraucht. Bei dieser Deckform, wurde das Schilf an die Latten, Reihe um Reihe überlappend angenäht. An der
 Spitze haben wir einen Rauchabzug freigelassen und darüber einen „Hut“ gebaut. Fenster hat unser Rundhaus auch.
 2 Stück zum Aufziehen wie Klappen um so viel Licht wie möglich ins Innere zu lassen.
 Die Wände haben wir aus einem Hasel/Weidenruten 

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Flechtwerk gemacht und diese dann mit einer
 Lehm/Stroh/Mist Mischung zugeschmiert. Zuletzt
 wurden diese gekalkt und mit Mustern von Piktensteinen
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 bemalt. Um das ganze bewohnbar zu machen bauten wir keltischen Betten aus Flechtwerk und Heu. Tische und
 Bänke zum feiern durften nicht fehlen ebenso wie eine Feuerstelle in der Mitte.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Im Rundhaus zu feiern oder sich nur darin aufzuhalten ist ein Erlebnis der besonderen Art.
 Man fühlt sich direkt in der Zeit zurückversetzt und kann sich so richtig vorstellen wie es
 zur Zeit der Kelten gewesen ist, zu leben und zu feiern. Wenn Sie also gerade Lust bekommen haben
 so etwas einmal zu sehen oder darin ein Fest zu feiern dann besuchen Sie uns,
 Sie sind herzlich willkommen.  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
 
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